In meinem Bücherregal stehen viele Werke, die ich bereits für verschiedene Projekte durchgearbeitet habe. Man erkennt sie ganz leicht an den Zettelchen, die aus den Büchern herausragen. Schön sieht das nicht aus. Also: Raus mit den bunten Blättchen!

Ein Bücherstapel liegt schon bereit. Die Textstellen werde ich in den nächsten Tagen peu á peu durchsehen und dann entscheiden, ob sich dahinter wirklich etwas Interessantes verbirgt oder nicht.

Alles Brauchbare wandert in Ordner, die eigens für die Projekte bereit stehen. Kein einziger Roman, den ich schreiben will, ist nur als Idee vorhanden. Oft angeregt durch ein Sachbuch, eine Dokumentation, seltener einen Roman oder Film beginne ich mit den Vorarbeiten. Ein Durcheinandertal an Ideen, Skizzen, Plots, angereichert mit mehr oder weniger umfangreichen Textpassagen.

In den vergangenen Wochen habe ich eine Auswahl getroffen, welche Romane Priorität haben. Für jedes dieser Projekte stehen die nötigen Ordner bereit, um die schon vorliegenden Exzerpte, Skizzen, Kopien usw. aufzunehmen.

Letztlich sind diese Merk-Zettelchen in den Büchern auch Ausdruck meiner Entscheidungsunwilligkeit. Beim Lesen denke ich oft, später könne man immer noch auswählen, was wichtig ist. Eine Illusion. Dieses „Später“ gibt es nicht. Nicht mit 53. Nicht mit zwölf Romanprojekten, die geschrieben sein wollen.

Sachbücher aus vielen historischen Epochen. Die Zettelchen sind nur eine Gemeinsamkeit. Die andere: Sie sind Teil der Grundlage für meine ausstehenden literarischen Projekte.