… außer schreiben.

Eine Binsenweisheit. Doch scheint sie nicht überall angekommen zu sein, denn viele Zeitgenossen beschäftigen sich und andere mit der Frage, was man wie schreiben solle oder nicht schreiben dürfe.

Dem sollte ein Schreibender nicht nachgeben.

Wer schreibt, unterzieht sich einer anstrengenden, manchmal schönen, oft frustrierenden Tätigkeit. Honoriert wird das sowohl finanziell als ideell in einem Maße, das dem Aufwand spottet.

Warum sich also auch noch zusätzliche Fesseln anlegen?

Es heißt nicht umsonst: freies Schreiben. Abgegrenzt von jenen Texten, die für Schule, Studium und Beruf verfasst werden müssen, kann der Schreibende tun und lassen was er will. Und das sollte er auch! Schreiben, was er will!

Die großartige Schriftstellerin Hilary Mantel hat das folgendermaßen ausgedrückt:

Write a book you’d like to read. If you wouldn’t read it, why would anybody else? Don’t write for a perceived audience or market. It may well have vanished by the time your book’s ready.

The Guardian, 22.Feburar 2010


Schreiben, was man selbst gern lesen würde, halte ich für einen großartigen Ratschlag. Der wird weder automatisch zu einer Veröffentlichung noch zu Reichtum und Ruhm führen, dafür zu innerer Zufriedenheit.

Grenzenlose Freiheit für den Schriftsteller – bis zur Veröffentlichung, Dann nämlich ändern sich die Spielregeln und machen Dinge nötig, gleichgültig, ob man einen Verlag sucht oder selbst publiziert.