Feinsinnige Erzählungen und ein ausladender Roman – meine aktuelle Lektüre. Die Rechte für die Cover liegen beim Verlag, die Bilder wurden mit Canva erstellt.

Meine aktuelle Lektüre könnte inhaltlich und formal kaum unterschiedlicher sein. Hier die feinen Erzählungen von Undine Gruenter, sämtlich im Hafenort Trouville in der Normandie angesiedelt ; dort ein überbordend-epischer Roman, erzählt in einer ungewöhnlichen Erzählhaltung und weit schweifenden Zeit-, Raum- und Themensprüngen von Mircea Cărtărescu.

Auf Undine Gruenter bin ich durch Michael Maars Die Schlange im Wolfspelz aufmerksam geworden, tatsächlich spürt man vom ersten Satz an die literarische Qualität, die stilistisch zurückgenommen, präzise und leicht daherkommt. Gruenter lässt ihre Figuren durch ihr Agieren und ihre Gedanken vor den Augen des Lesers erstehen, statt einfach zu beschreiben.

Ganz anders Cărtărescu, dessen Text wie eine Steinlawine über den Leser hereinbricht. Allein der Tonfall! Halb donnernde Bergpredigt, halb Barden-Gesang, in Zeit und Raum wild springende Handlung, durchmischt mit mystischen, sagenhaften Motiven. Gleichzeitig ist die Schilderung harsch, ohne den zeitüblichen Hang zur Weichzeichnerei.

Theodoros ist die erste Lektüre meines Lesevorhabens 12 für 2026.