
Bücher ein zweites, drittes, viertes Mal zu lesen ist eine besondere Angelegenheit. Man kennt grundsätzlich die Geschichte, erinnert dies und das, irrt sich überraschend häufig und entdeckt viele neue Dinge. Im vergangenen Jahr habe ich schon einmal ein Quartett ganz bewusst noch einmal gelesen, eine tolle Erfahrung, weil die Bücher großartig sind. Kein Wunder, dass sie Eingang in meine Besten für 2025 gefunden haben.
Diesmal habe ich mir vier thematisch sehr unterschiedliche Romane ausgesucht. Zwei dürften den Lesern recht bekannt sein, eines zumindest jenen, die gelegentlich in die spanischsprachige respektive kubanische Literatur eintauchen (oder meinen Blog regelmäßig besuchen) und eines, das wohl kaum jemand kennt oder gelesen hat.
Wolfgang Herrndorf: Tschick
Mehrfach habe ich dieses schöne Buch gelesen, aber noch nicht besprochen! Das wird nachgeholt. Tschick ist nämlich viel mehr als eine Road-Novel. Beiträge: Tobias Rüther Herrndorf, Sand, In Plüschgewittern.
Hilary Mantel: Wölfe
Der Roman um Thomas Cromwell gehört zu den drei besten, die ich kenne. Die Besprechung ist überfällig, die Zeit kann der geneigte Leser mit meinen Beiträgen zu den beiden anderen Top-Büchern überbrücken: Leonardo Padura Der Mann, der Hunde liebte und Alexis Jenni: Die französische Kunst des Krieges.
Leonardo Padura: Ketzer
Zwei der drei Teile des Romans sind allerfeinste Literatur, Padura scheuchte seine Leser durch drei Zeitebenen und berührt wesensähnliche Motive. Dabei erzählt er von der kubanischen Gegenwart, denn Häretiker setzen totalitäre Denkwirklichkeiten voraus. Der erste Teil befasst sich mit einem Thema, das die Graphic Novel Die Irrfahrt der St. Louis aufgreift. Wie passend.
Otto Basil: Wenn das der Führer wüsste.
Nie gehört, nicht wahr? Der Roman spielt in einer alternativen Welt, in der Hitlers Armeen den Krieg gewannen. Meine Lektüre liegt lange zurück, das Wiederlesen gehört zu meinem Leseschwerpunkt Zukunft von Gestern.








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